SCHÜLER SCHREIBEN BRIEFE

SCHÜLER SCHREIBEN BRIEFE

„Schreiben gegen die Einsamkeit“ – auf diesen Nenner kann man den Briefkontakt zwischen Schülerinnen und Schülern der Mittelschule Guntramsdorf und Bewohnern des Seniorenheims Casa Guntramsdorf bringen. 76 Schülerinnen und Schüler haben sich dieser Aktion angeschlossen, die von Lehrerin Carina Matejcek ins Leben gerufen wurde.

Die Idee dahinter war, „auch in Zeiten wie diesen zu zeigen, dass der Kontakt zwischen den Generationen auf diese Weise möglich ist“. Matejcek war „überwältigt, wie viele Kinder sich freiwillig gemeldet haben, um den Menschen im Seniorenheim die einsamen Stunden während des Besuchsverbotes zu erleichtern. Jeder Brief ist sehr persönlich gestaltet, auch die Umschläge sind liebevoll verziert. Ich habe den Schülern zwar mit Textbausteinen geholfen, aber der Großteil des Inhalts stammt von ihnen.“

Die Begeisterung über die Initiative war riesig, bestätigte Seniorenbetreuerin Elisabeth Zöschg von der Casa, die mitgeholfen hat, den Briefkontakt zustande kommen zu lassen. „Das war wirklich Gänsehautfeeling, wie die Bewohner auf die Briefe reagiert haben. Ich habe darauf geschaut, dass jene Bewohner Briefe bekommen haben, die diese auch noch lesen und verstehen können. Aber manche Klienten haben sich auch sehr über Bilder und Zeichnungen gefreut.“

Einige der alten Menschen möchten den Jungen jetzt zurückschreiben. Die Chance, dass sich eine Brieffreundschaft entwickelt, bleibt bestehen.

NÖN Artikel

Charity Jause

Charity Jause

Noch vor diesen ungewöhnlichen Zeiten der Coronakrise konnten wir am 9. März 2020 unsere erste Charity Jause dieses Schuljahres veranstalten. Ob wir vielleicht doch noch eine zweite Jause organisieren können steht derzeit noch in den Sternen, aber es wird bestimmt im nächsten Schuljahr weitergehen.

Heuer ist auch sonst nichts so verlaufen wie geplant. Ursprünglich wollten wieder die Simba Vision Schule in Madebe in Tansania mit Schulsachen unterstützen. Doch im letzten Moment ist alles anders gekommen. Eine Familie in Madebe hat ein sehr tragisches Schicksal erlitten. Die Mutter ist verstorben und hat 4 trauernde Kinder verwaist hinterlassen. Die älteste Tochter ist glücklicherweise schon in einem Alter, in dem sie sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern kann, aber sie ist nun zu der Alleinerzieherin geworden. Unsere Spende wurde spontan dieser Familie gewidmet. Mit 1000€ kann die junge Frau ein kleines Geschäft für Lebensmittel eröffnen und damit ihre Geschwister versorgen. Wir konnten mit unserer Charity Jause 750€ sammeln. Gütigerweise hat unsere Frau Direktorin Friedl beschlossen den Betrag auf das nötige Startkapital zu ergänzen. Mit dieser Spende konnten wir der Familie helfen auf eigenen Beinen zu stehen und unabhängig zu sein.

Die Charity Jause wurde diesmal von den katholischen Kindern der Klassen 3A und 3D organisiert. Bei der Vorbereitung waren die Kolleginnen Frau Karin Michel und Krisztina Giefing den Kindern behilflich.

Wir danken den Eltern die durch ihre Zutatenspenden und dem Jausengeld diese inzwischen traditionelle Aktion unterstützen und wir danken auch den Kindern und Lehrern der Schule für die Initiative und Unterstützung.

Die Kinder der Klassen 3A und 3D beim Verkauf ihrer Jausenköstlichkeiten und die 5. Klasse der Simba Vision School Madebe Tansania mit Liesl und Norbert Berggold (die Gründer der Simba Vision School Madebe)

Ungarischer Besuch vom Zisterzienserkloster Zirc

Ungarischer Besuch vom Zisterzienserkloster Zirc

Pater Mór Imrefi besuchte heute unsere Schule. Er begleitete den Religionsunterricht und half beim Unterrichten. Das Thema heute war „Weihwasser“. Die Schülerinnen und Schüler konnten direkt von einem Priester Informationen über das Weihwasser bekommen. Am Ende der Stunde segnete Pater Mór nicht nur die Kinder, sondern auch das Wasser. So konnten die Kinder heute eine Flasche Weihwasser auch mit nach Hause nehmen.

75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau

75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau

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Words are important. This is why we teach our children how to live with difference and celebrate diversity, how to disagree well and with respect, and how to stay away from de-humanising language and maintain the dignity of others in our interactions. On Holocaust Memorial Day we are reminded why all those things are so important.

Coventry Cathedral ICONS

Rückblick – Weihnachten in der Mittelschule Guntramsdorf

Rückblick – Weihnachten in der Mittelschule Guntramsdorf

Weihnachten ist die schönste Zeit im Winter. Es wird in unserer Schule auch sehr liebevoll gefeiert. Die Klassen werden schon im Advent geschmückt, manche Klassen haben sogar einen Christbaum aufgestellt. Der Wunsch der 3D ist auch in Erfüllung gegangen. Sie durften einen Vormittag in der Küche verbringen und backten Weihnachtskekse. Diesmal ohne karitativen Hintergedanken, nur für das eigene Vergnügen. Es ist doch Weihnachten. Der Höhepunkt ist wie immer die Weihnachtsmesse. Unser Pfarrer Pater Josef Wilk hat wunderbar gepredigt und für die musikalischen Begleitung sorgte unser Schulchor unter der Leitung von Rainer Vogl. Der Besuch des Christmas Musicals durfte auch nicht in dem Programm fehlen, sowie Weihnachtsausflüge der Klassen. Es war wie immer eine wunderschöne Weihnachtszeit in Guntramsdorf!

Gebet vor dem Versöhnungsgebet

Gebet vor dem Versöhnungsgebet

Ich möchte bereit werden
können zu vergeben.

Aber ich wage es noch nicht einmal, um
den Willen zu bitten, vergeben zu können.

Falls du mir Vergebung anbietest
Und ich noch nicht fertig bin.

Ich bin nicht bereit, meinem Herzen
nachzugeben - noch will ich keine
Versöhnung!
Ich bin nicht bereit,
wieder verwundbar zu sein.
Ich bin nicht bereit, vor die Augen meines
Peiniger zu treten, wo die Welt mich sieht.

Ich will auch nicht anschauen,
dass die Person, die mich verletzt
hat, genauso weint wie ich.

Ich bin noch nicht bereit
für diesen weiten Weg.
Diese Reise interessiert mich noch nicht
Ich bin nur beim Gebet vor
dem Versöhnungsgebet.

Erlaube mir, bereit zu sein,
vielleicht künftig zu vergeben.
Lass dies heute noch nicht zu.
Vielleicht bin ich bald zu den Worten fähig
"Verzeih mir?"

Traue ich mich, das Leiden zu sehen,
das ich verursacht habe? 
Ich kann all die zerbrochenen Teile, dieses
zerbrechlichen Etwas im Anderen, sehen
Diese Seele, die versucht, sich mit
zerbrochenen Flügeln zu befreien,
voller Hoffnung.
Und doch ist es so weit weg von mir.
Ich habe Angst davor.
Und wenn ich Angst habe zu schauen:
Wie kann ich keine Angst haben zu sagen
Verzeih mir?

Gibt es einen Ort,
an dem wir uns treffen können?
Du und ich.
Der Platz in der Mitte.
Das Niemandsland,
Wo wir die Grenze überqueren.

Wo du recht hast,
Und ich habe auch recht
Und wo wir beide falsch liegen,
und beide haben Unrecht getan.

Können wir uns dort treffen?

Und nach dem Ort suchen,
an dem der Weg beginnt?
Der Weg, der erst dann endet,
wenn wir vergeben.

Aus: Desmond & Mpho Tutu: Het boek van Vergeving übersetzt von Jost Hasselhorn
Andacht zu 79 Jahr Gedenkfeier zu Coventry Bombardierung

Andacht zu 79 Jahr Gedenkfeier zu Coventry Bombardierung

Am 14. November  jährt sich der      Angriff deutscher Flieger auf die mittelenglische Stadt Coventry. Vor 79 Jahren, in der Nacht des 14. Novembers 1940, kamen dort über 500 Menschen um. Diese Militäraktion trug den Namen ‚Unternehmen Mondscheinsonate’. Töne des Hasses und der Zerstörung wurden laut. Die St. Michaels-Kathedrale wurde in Schutt und Asche gebombt.

In Schuld verstrickt – von Schuld be-drückt sind die Kriegsgegner von damals. In Schuld verstrickt, vom Wissen um Schuld erdrückt werden Menschen auch noch heute. Gott aber hat sich selbst versöhnt mit der Welt und bietet uns an, an der liebenden Aussöhnung Anteil zu nehmen. Die Generationen und Geschlechter, die Konfessionen und Religionen, die unterschiedlichen Kulturen der Kontinente sind eingeladen, aufeinander zuzugehen.

In dieser Zuversicht hat vor 76  Jahren Probst Richard Howard 1940 das ‚Vater vergib’ mit Kohle auf die zerstörte Wand des Altarraums der St. Michaels-Kathedrale geschrieben, in diesem Geist wurde die Versöhnungslitanei von Coventry in den 50er Jahren formuliert

Im Zeichen des Kreuzes aus drei Nägeln werden Unversöhnte und Versöhnungssuchende eingeladen an gastfreundliche Tische. Im Geiste der Feindesliebe wird den Enttäuschten und Verbitterten Raum gegeben zu neuer Hoffnung: dass Wunden der Geschichte geheilt werden können, dass mit den Verschiedenheiten zu leben ist und die Vielfalt gefeiert werden kann, dass an einer Kultur des Friedens gebaut wird.

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